
Die Automobilindustrie sortiert sich neu. Hoher Kostendruck, technologische Umbrüche und geopolitische Verschiebungen verändern Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten und Wettbewerbspositionen grundlegend. Was lange als selbstverständlich galt, steht auf dem Prüfstand: Welche Kompetenzen machen Unternehmen künftig erfolgreich? Wo lohnt es sich zu investieren – und von welchen Geschäften sollte man sich trennen?
Gerade Transaktionen gewinnen in diesem Umfeld an Dynamik. Doch M&A ist heute weit mehr als ein Instrument zur kurzfristigen Profitsicherung. Wenn profitable Geschäftseinheiten neue Eigentümer finden, wenn etablierte Zulieferer ihr Portfolio neu ordnen und branchenfremde Akteure auf den Markt drängen, geht es um strategische Weichenstellungen. Es geht um Fokus, neue Entwicklungsräume und die Frage, wie sich Unternehmen für die Zukunft aufstellen.
In der neuen Ausgabe von we drive blicken wir hinter die Zahlen und Schlagzeilen: Was treibt die aktuelle Deal-Welle in der Automobilindustrie an? Welche Chancen können Verkäufe und Zukäufe eröffnen – und warum berühren sie häufig auch die Identität eines Unternehmens? Kearney-Partnerin Teresa Schawe ordnet die Entwicklungen in ihrer Headlight-Kolumne ein. Eine neue Kearney-Studie zeigt zudem, in welchem Marktumfeld Transaktionen derzeit stattfinden.
Im großen Interview spricht Prof. Dr. Stefan Bratzel über die Zukunft des deutschen Automobilstandorts, über den notwendigen Pragmatismus in schwierigen Zeiten und darüber, warum jetzt „kein Stein auf dem anderen bleiben“ wird. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob Europa in der Batteriewirtschaft tatsächlich den Anschluss verloren hat – oder ob es gute Gründe gibt, genauer hinzusehen.
Entdecken Sie in dieser Ausgabe, welche Kräfte die Branche heute bewegen und wie aus Veränderungsdruck neue Perspektiven entstehen können. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!